Achtsamkeit im Beruf

"sind es, die mir an den Nerven zerren. Kommen die jedoch zusammen, dann fühlt sich mein sonst so schönes berufliches Umfeld plötzlich gar nicht mehr so schön an. Wenn ich so darüber nachdenke, macht mich das traurig. Ich mag meinen Job und gehe dort gerne hin. Will ich wirklich zulassen, dass diese einzelnen Faktoren mir dieses Gefühl nehmen?! Natürlich nicht! Also Fräulein, ran an die Arbeit! " [...]

Urlaubsmeditation Tag 2: Achtsamkeit

"Kurz dachte ich, ich hätte heute frei. Achtsamkeit, Rituale im Alltag, irgendwie hab ich das doch gestern schon mit abgearbeitet. Morgens ein Ritual, abends eins und für die Mittagspause auch noch mal eins. Doch dann fiel mir noch ein weiterer Aspekt ein, als ich das Wort "Achtsamkeit" auseinandernahm: Achtsam. Was bedeutet das? Bedeutet das etwa nur, dass ich mich zur Meditation hinsetze und mal in mich horche? Nein. Mein Versäumnis der letzten Monate war ein achtsamer Umgang mit mir selbst. Ich bin durch die Wochen gerannt, habe to do´s abgehakt und getan, was getan werden musste, bis ich mich erschöpft fallen ließ. Innehalten, in mich hinein horchen, mir etwas Gutes tun, auf meine Grenzen achten... all das habe ich vernachlässigt. Mein heutiges Tagesziel ist es also, dass ich mir über einen achtsamen Umgang mit mir selbst Gedanken mache. Wie kann ich mir etwas Gutes tun? ...meine Grenzen einhalten? ...mich behüten? Denn mal ehrlich, wenn ich nicht auf mich achtgebe, wer dann??? " [...]

Wir müssen uns unterhalten, Fräulein!

"Lange her... zu lange her, dass ich mit mir in Zwiesprache gegangen bin. Blieb mir auch kaum Luft dazu. Das Ergebnis dieser Nachlässigkeit und der Belastung der letzten Monate ist deutlich spürbar: Schlaflosigkeit, Erschöpfung, Daueranspannung, Gereiztheit, Selbsthass, Tränen. Das wirkt sich nicht nur auf mich, sondern auch auf mein Umfeld aus. Es wird Zeit, die Reißleine zu ziehen. Die ersten belastenden Aufgaben abgegeben, den Urlaub eingereicht, die Bereitschaft, mich wieder auf mich zu konzentrieren vorhanden. Und heute, an meinem freien Tag, an dem ich nichts wichtiges zu tun habe, sitze ich morgens um 6 Uhr mit Kaffee im Bett und überlege, wie ich meinem Chef die Geschehnisse während seines Urlaubes nahebringe. Jo, läuft super mit dem Abschalten bei mir. Schluss damit! So geht das nicht weiter! Her mit dem Notizbuch, wir müssen uns dringend unterhalten, Fräulein! ..."

Gerüstbau

"Ich sitze am frühen Morgen auf dem Balkon, eingehüllt in eine Decke, vor mir der dampfende Kaffee, auf meinem Schoß eine schnurrende Katze. Langsam schiebt sich die Sonne um die Ecke und leuchtet durch das frisch erwachte Laub der alten Eiche. Nein, das ist keine Metapher, das ist mein Leben. Ja, mein Leben! Und soll ich euch was sagen? Mein Leben ist toll!" [...]

Der Duft der Blüten – lieblich, betörend, unliebsam

"Wir sind ein Spiegel derer, mit denen wir uns umgeben - Eine Decke in der einen und einen Korb mit frischem Tee und Cupcakes in der anderen Hand schlendere ich, auf der Suche nach einem lauschigen Plätzchen für eine Pause, durch meinen Garten. Mich zieht es zu den Sträuchern und Büschen, die, mal breit und buschig, mal aufrecht und sparrig, entlang des Gartenzauns wachsen. Im Laufe der Jahre, habe ich hier immer mal wieder ausgemistet. So mancher starb ab, den ein oder anderen riss ich aus, weil er den anderen die Luft zum Atmen nahm oder weil ich den Duft seiner Blüten nicht ertrug. Unterschiedlich sind sie und doch, versuche ich auf ein harmonisches Bild zu achten. Nicht selten schneide ich hier und da zurecht, was das harmonische Bild stört. Besonders die frechen Zweige der Sträucher aus dem Vorgarten, bahnen sich immer wieder einen Weg über den Zaun hindurch. Von Zeit zu Zeit, verteile ich etwas Dünger an die, deren Wuchs zu verkümmern droht oder helfe hier und da sie vor Schädlingen zu schützen. Zugegeben, manchmal müssen sie länger ohne meine Unterstützung auskommen, doch habe ich Zeit und Energie, oder ist es gar ein Notfall, dann bekommen sie all meine Aufmerksamkeit und Liebe." [...]

Die Steine mal wieder entmoosen

Grenzen setzen... schon wieder "Vorsichtig strecke ich meine Hand aus und berühre das kalte, feuchte Grün. Ein Schauer fährt mir über den Rücken. Besorgt blicke ich auf meine schrumpelnden Sukkulenten. Sie ziehen die Feuchtigkeit von den moosigen Steinen und bekommen kalte Füße. Zu lange habe ich schon wieder die wachsende Moosschicht auf meinem Steingarten ignoriert. Wo einst Trockenheit und Wärme herrschten, findet sich nun ein feuchtkaltes Milieu. Es wird Zeit, dass ich meine Sukkulenten von dieser Kälte befreie, in der Hoffnung, dass sie sich wieder stramm aufrichten. Es wird Zeit... besser heute als morgen. [...]"

Die Schafe flüchten im Sturm

"Zurück zu mir - ...Hastig zerre ich an meinem Ärmel, doch die Zweige zerren zurück und der Ast der Pappel zittert in diesem Kampf. "Hör auf!", brülle ich verärgert und löse mit einem Ruck meinen verhedderten Ärmel. Machtlos gegen das plötzlich fehlende Gegengewicht strauchle ich, taumle ein paar Schritte zurück und lande dann mit einem lauten Platscher in der Matsche. Meine festgezurrte Kapuze löst sich und rutscht mir über den Hinterkopf. Verwirrt schnaufend starre ich die Pappel an. Ruhig steht sie da, als wäre nichts gewesen. Kein Windhauch peitscht ihre Zweige, kein Regentropfen rinnt an ihr herab. Ich brauche ein wenig, um die Situation zu begreifen. So lange hielt der Sturm an, dass ich sein Ende nicht bemerkte. Hielt ich das Zittern meiner Muskeln für den Wind und den Schweiß auf meiner Haut für den Regen. ..."

Ein Windstoß und die Arbeit war umsonst…?

Nachsichtiger Umgang mit Rückfällen "Heulend sitze ich mitten auf meinem Rasen, das Gesicht tief in den Händen vergraben. Das darf doch alles nicht wahr sein! So viel Arbeit und nun soll alles umsonst gewesen sein? Vorsichtig schaue ich zwischen meinen Fingern durch. Doch, da liegen sie: Blätter! In mitten meines Rasens. Das muss der Herbstbeginn sein! Bald wird es stürmen, in Strömen regnen, der ganze Garten wird verwüstet sein!!! Vor meinem inneren Auge ziehen bereits Stürme auf. Stürme, die all meine Arbeit wieder zunichtemachen. Wofür dann das alles? Was habe ich erreicht, wenn es nach einem Sturm wieder alles zerstört sein wird? Ich will das einfach nicht sehen. Schnell springe ich auf und hechte die Stufen zu meiner Veranda hoch. Dort angekommen, verkrieche ich mich ganz tief unter meiner Decke." [...]

Läusebefall Teil 2 – Behandlungsversuch

Ungesunde Beziehungen - Verhaltensmuster durchbrechen "Lange saß ich dort auf dem Boden und starrte die beiden Bäume an. Ich überlegte hin und her, wog sämtliche Optionen ab, bis ich eine Entscheidung traf. Nein, ich werde sie nicht fällen, nur weil sie Arbeit machen. Ich werde für sie kämpfen, werde sie unterstützen, damit sie kräftiger und widerstandsfähiger werden. Denn ich hab sie gern, meine Magnolie und meine Schwarzpappel. Letztere braucht dringend einen Schnitt, denn sonst wird sie sich selbst fällen, so krumm und schief wie sie wächst. Die Läuse machen ihr wenig zu schaffen. Die Magnolie hingegen, benötigt dringender eine Läusebehandlung, sonst werden die sie noch völlig verzehren. Doch auch dann werde ich bei ein, zwei Ästen ansetzen müssen. Doch nicht alles auf einmal. Nun stehe ich bewaffnet vor meinen geliebten Bäumen und schaue von einem zum anderen." [...]

Läusebefall Teil 1- behandeln oder fällen?

Ungesunde Beziehungen - sind sie noch zu retten? "Es ist ein herrlicher Tag. Ich genieße den langanhaltenden Sommer. Wann hatte ich zuletzt solch einen langen Sommer? Hatte ich ihn überhaupt je? Zu häufig kamen Herbst- und Wintertage dazwischen. Doch dieses Jahr, ziehen sich die Tage voller Sonne und blauem Himmel dahin. Ich recke meine Nase Richtung Sonne, schließe meine Augen und schlurfe barfuß durchs Gras. Die Sonne wärmt mein Gesicht, der Duft unzähliger Blüten kitzelt mir in der Nase und das Konzert von Vögeln und summenden Bienen klingt wohlig in meinen Ohren wieder. Es ist wirklich ein herrlicher... autsch! Erschrocken taumle ich zurück und halte mir die schmerzende Nase. Was war denn jetzt passiert? Verwirrt schaue ich vor mich. Da, direkt auf Augenhöhe ragt ein Ast in meinen Weg. " [...]