Ein Windstoß und die Arbeit war umsonst…?

Nachsichtiger Umgang mit Rückfällen "Heulend sitze ich mitten auf meinem Rasen, das Gesicht tief in den Händen vergraben. Das darf doch alles nicht wahr sein! So viel Arbeit und nun soll alles umsonst gewesen sein? Vorsichtig schaue ich zwischen meinen Fingern durch. Doch, da liegen sie: Blätter! In mitten meines Rasens. Das muss der Herbstbeginn sein! Bald wird es stürmen, in Strömen regnen, der ganze Garten wird verwüstet sein!!! Vor meinem inneren Auge ziehen bereits Stürme auf. Stürme, die all meine Arbeit wieder zunichtemachen. Wofür dann das alles? Was habe ich erreicht, wenn es nach einem Sturm wieder alles zerstört sein wird? Ich will das einfach nicht sehen. Schnell springe ich auf und hechte die Stufen zu meiner Veranda hoch. Dort angekommen, verkrieche ich mich ganz tief unter meiner Decke." [...]

Falsche Gefühle

"Ich kann mich nicht für sie freuen."
"Das musst Du doch auch gar nicht."
Verwirrt starre ich auf mein Handy. Wie jetzt?

Einsam steht der Baum, in Fülle seiner Kräfte

Heilsames Alleinsein "Vor und zurück, wippt mein Schaukelstuhl. Wiegt mich sanft und wohl behütet. Lächelnd schweift mein Blick durch meinen Garten. Ruhig ist es hier in letzter Zeit. Zumindest meist. Kein Sturm, keine ungebetenen Gäste, keine Unruhe, keine Schäden. Nur die fröhlich singenden Vögel und zwei schnurrende Katzen leisten mir Gesellschaft. Ich will ihn festhalten, diesen Moment. Will, dass es so bleibt. Will dort sitzen, verewigt wie auf einem Foto. Will alles draußen halten, was mein Bild stört und ihn genießen, den Moment, auf ewig." [...]

Läusebefall Teil 2 – Behandlungsversuch

Ungesunde Beziehungen - Verhaltensmuster durchbrechen "Lange saß ich dort auf dem Boden und starrte die beiden Bäume an. Ich überlegte hin und her, wog sämtliche Optionen ab, bis ich eine Entscheidung traf. Nein, ich werde sie nicht fällen, nur weil sie Arbeit machen. Ich werde für sie kämpfen, werde sie unterstützen, damit sie kräftiger und widerstandsfähiger werden. Denn ich hab sie gern, meine Magnolie und meine Schwarzpappel. Letztere braucht dringend einen Schnitt, denn sonst wird sie sich selbst fällen, so krumm und schief wie sie wächst. Die Läuse machen ihr wenig zu schaffen. Die Magnolie hingegen, benötigt dringender eine Läusebehandlung, sonst werden die sie noch völlig verzehren. Doch auch dann werde ich bei ein, zwei Ästen ansetzen müssen. Doch nicht alles auf einmal. Nun stehe ich bewaffnet vor meinen geliebten Bäumen und schaue von einem zum anderen." [...]

Läusebefall Teil 1- behandeln oder fällen?

Ungesunde Beziehungen - sind sie noch zu retten? "Es ist ein herrlicher Tag. Ich genieße den langanhaltenden Sommer. Wann hatte ich zuletzt solch einen langen Sommer? Hatte ich ihn überhaupt je? Zu häufig kamen Herbst- und Wintertage dazwischen. Doch dieses Jahr, ziehen sich die Tage voller Sonne und blauem Himmel dahin. Ich recke meine Nase Richtung Sonne, schließe meine Augen und schlurfe barfuß durchs Gras. Die Sonne wärmt mein Gesicht, der Duft unzähliger Blüten kitzelt mir in der Nase und das Konzert von Vögeln und summenden Bienen klingt wohlig in meinen Ohren wieder. Es ist wirklich ein herrlicher... autsch! Erschrocken taumle ich zurück und halte mir die schmerzende Nase. Was war denn jetzt passiert? Verwirrt schaue ich vor mich. Da, direkt auf Augenhöhe ragt ein Ast in meinen Weg. " [...]

Vielleicht musste ich mich erst verlieren, um mich zu finden

"Ich schaue zurück. Sechs Monate sind inzwischen vergangen. Zerrissen und verloren fand ich mich am Boden liegend. Erschöpft, leer und so schmerzhaft weit von mir entfernt, dass ich mich selbst nicht mehr erkannte. Wer war dieser Mensch dort im Spiegel? In meinem Herzen spürte ich eine klaffende Wunde. Unstillbar brannte sich dort eine Sehnsucht ein, die zu verstehen ich nicht im Stande war. Ich war leer und ausgebrannt. Mein Ich lag in tausend Scherben vor mir am Boden." [...]

Unliebsame Maulwurfshügel

Energieräuber- wie schütze ich mich vor ihnen? "Es bist nicht Du, der mich Nerven kostet. Es sind meine Reaktionen auf Dich, die an meinen Nerven zerren." ~Sabine Gärtner~

Wenn wir etwas hinter eine Mauer sperren, ist es trotzdem noch da

"Es gibt Themen, die so schmerzhaft sind, dass man nicht einmal einen kurzen Gedanken daran hegen will. Wir verstecken sie hinter Türen, schließen sie ein und wagen nicht einmal einen Blick durchs Schlüsselloch. Aber sie sind da. Sie werden immer da sein. Und das Schlimme ist, dass wir genau das wissen."

Spaziergang durch den Garten

"Die Fäuste in die Hüften gestemmt stehe ich auf den Stufen meiner Veranda. Hosenbeine und Ärmel habe ich hochgekrempelt, in meinen Taschen stecken Handschuhe und eine Gartenschere. Ich bin bereit! Voller Arbeitseifer hüpfe ich barfuß die Stufen hinunter und lande im weichen Gras. Kitzelnd trifft das Gras auf meine Füße und Unterschenkel. Lächelnd schaue ich an mir herab und wühle mit den Zehen im satten Grün. Als ich wieder aufschaue, lasse ich meinen Blick durch den Garten schweifen. Ein wärmendes Gefühl der Liebe steigt in mir auf. Ja, ich liebe ihn, meinen Garten. So viel Arbeit habe ich in diesem Jahr in ihn gesteckt und jetzt ist da mehr als nur Stolz, da ist aufrichtige, tiefreichende Liebe. Umso mehr ist es nun an der Zeit, ihm wieder etwas Liebe zu geben. In den letzten Wochen hatte ich wenig Zeit für ihn und war kaum zu Hause. Doch heute, heute gehört der Tag ihm. Wollen wir doch mal sehen, was ich an Baustellen finde... "

Offener Brief

Mir brennt etwas auf der Seele. Ich habe das Bedürfnis, mich euch zu erklären. Euch, die ihr mir nahe steht. Ich möchte euch erzählen, was in dem letzten dreiviertel Jahr meines Lebens passiert ist. Ich weiß, dass ich mich von vielen zurückgezogen habe. Ganz bewusst. Ich brauchte Zeit für mich. Ruhe. Ohne Einflüsse von außen. Ich musste in Zwiesprache gehen, musste auf meine Stimme lauschen und dazu war es nötig, alle Ablenkungen von außen auszuschalten.